(zum vergrößern
auf Bilder klicken)

Ein Klub wird gegründet: Struger, Huss, Figura, Eggenberger, Tatschl,
Pegam, Koschutnig

Ein Klub wird gegründet:
Dixer, Koschutnig, Schönlieb

Ein Klub wird gegründet:
Auf gutes Gelingen

Semperitrallye 1968 – Figura / Kepplinger auf PUCH 500 TR

Obmann Figura übergibt dem dreimaligen Gewinner Franz Kuncic
Die „Klubsau“

Karawankenrallye 1970 – Figura / Tatschl auf PUCH 500 TR

Das C.A.R. Team bei der internationalen Skodarallye 1974: Buchleitner,
Kuncic, Riedl, Kulterer, Figura

Karawanken-Safari 1975 Figura / Kulterer Toyota 1000 in den Drau-Auen

Karawankenrallye 1979 Figura / Kulterer Toyota Corolla

1980 Schikjöring beim C.A.R. Team Ferlach
|
Der Vereinsname lässt auf den ersten „Blick“ unwillkürlich an das Englische „car“ (Auto) denken! Ein willkommener Nebeneffekt, die Abkürzung steht aber für 1. Carinthian Amateur Racing Team.
Begonnen hat alles Ende der Sechziger-Jahre. Kärnten war damals auf dem Rallyesektor eher ein weißer Fleck. Nur die Semperit - Rallye und die Alpenfahrt führten durch unser Bundesland. Eine kleine Gruppe begeisterter Kärntner Motorsportler hat sich südlich der Drau in Ferlach gefunden und gründete 1968 in Ferlach einen eigenen Motorsportverein, das 1. C.A.R. TEAM FERLACH. Zwei Ziele standen im Vordergrund: Förderung des Motorsports in Kärnten in Form von Veranstaltungen und Förderung aktiver Motorsportler. Heute gibt es mehrere Motorsportklubs in Kärnten. Vielen diente die Grundidee des 1. C.A.R. Teams Ferlach als Vorbild. Zum ersten Obmann wurde der Vereinsgründer, Dipl. Ing. „Fige“ Gerd Figura gewählt.
Unter seiner Leitung, die 12 Jahre dauerte, wurden die ersten Erfahrungen bei der Durchführung von Motorsport-Veranstaltungen, zunächst bei Suchfahrten, Rätsel-Rallyes, Kleinslaloms und bei Geschicklichkeits-fahrten gesammelt.
Das Motorsportinteresse war damals enorm. Schon zwei Jahre nach der Vereinsgründung - 1970 - wurde die erste Großveranstaltung, die 1. KARAWANKENRALLYE unter der Patronanz der Firma TOTAL-TANK RUMWOLF in Ferlach gestartet. Der Erfolg dieser Veranstaltung war einzigartig; nicht zuletzt wegen der legendären Sonderprüfung in den Drau Auen, die auch zum Spitznamen „Karawanken - Safari“ führte. Die Belohnung für die selektive Streckenführung und gute Organisation folgte ein Jahr später. Als TOTAL-TANK RUMWOLF-RALLYE gab es erstmals einen internationalen Status und es ging auch um Staatsmeisterschaftspunkte.
Mit der Ölkrise 1974 zog sich der Benzinriese TOTAL aus firmenpolitischen Gründen als Sponsor zurück. Der Anzug Salon und die ATRIUM-SAUNA aus Klagenfurt, später auch VARTA sprangen als Geldgeber ein. Die Karawankenrallye bekam den Europameisterschaftsstatus, zählte zum Alpe-Adria-Cup. Die jährliche Kulisse bildeten mehr als 30.000 Fans. Wegen der explodierenden Kosten für Beseitigung von Straßenschäden musste die Rallye 1987 nach Slowenien ausweichen. Die Vereinsleitung ging in weiterer Folge kein finanzielles Risiko ein, die Karawankenrallye war Geschichte.
Etliche Car Team Mitglieder waren auch selbst im Rallyesport erfolgreich. Obmann Gerd Figura begann seine Rallyekarriere auf einem kleinen Puch 650 TR mit dem einzigen, selbst getunten Puch - Einspritzmotor. Wegen zu geringer Standfestigkeit des Motors wechselte Figura auf einen serienmäßigen Toyota 1000. Mit dem Japaner feierte er zahlreiche Klassensiege bei Rallys, Slaloms und bei Schikjörings. Herbert Pegam versuchte sein Rallyeglück auf BMW, Alfred Dixer wechselte von Puch auf Porsche, versuchte sich im Subaru auch als Autocrosser.
Damals als „Bleifuß“ in aller Munde war Hans Schönlieb. Renault Alpine, BMW und Opel GTE waren seine Arbeitsgeräte. Schönlieb zählte schon bald zu einem Österreichischen Aushängeschild im Rallyesport, nahm auch an der Akropolis - Rallye, der Deutschlandrallye (Hunsrückrallye) und der Skodarallye teil. 2005 ist Hans Schönlieb viel zu früh verstorben.
Neben der KARAWANKENRALLYE wagte sich das 1. C.A.R. Team Ferlach bereits 1971 an eine weitere Großveranstaltung. Unweit der Hollenburg wurde in einer Naturarena die CASTROL-CORRIDA HOLLENBURG, eine Autocrossveranstaltung, ausgetragen. Tausende Kärntner erzählen heute noch ihren Kindern und Enkeln von den damaligen Sprüngen und Rad an Rad Kämpfen der Männer in den fliegenden Kisten. Mehr als 7.000 Zuseher kamen zur Premiere.
Mehr als 100 Fahrer aus bis zu 12 Nationen, darunter der mehrfacher Europameister Willi Rösel aus Deutschland, Franz Wurz (Europa- und Staatsmeister, Vater des Formel 1-Piloten Alexander Wurz) und Kärntens Lokalmatador Hermann Waldy, lieferten sich im natürlichen Spielkasten jährlich beinharte Duelle. Autocross Prädikate: Staatsmeisterschaft und Europameisterschaft.
Verschärfte Umweltauflagen (Wasserschutz-Gebiet) machten dem Autocross
Gelände Ende der Achtzigerjahre den Garaus. An eine Wiederbelebung
des Autocross ist gedacht, ein geeignetes Gelände wurde aber noch
nicht gefunden.
In den Folgejahren konzentrierte sich die Klubleitung auf kleinere Meisterschaftsveranstaltungen
wie z.B.:
- Kärntner Slalom-Cup
- KÄRNTNER KRONE KART-GRAND-PRIX
- Kärntner Schikjöring-Meisterschaft
Nach diesen etwas „geruhsameren“ Jahren tritt das 1. C.A.R. Team Ferlach seit 2006 wieder als Organisator von internationalen Motorsport-Großveranstaltungen auf.
- Kartrennen in Ferlach, Schiefling, St.Jakob i.R. - Lauf zum KART-CUP
- Karawanken Classic- Revival der Karawanken-Rallye für historische Fahrzeuge
- Mountain Race Simonhöhe - Lauf zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft für Automobile und Historische Fahrzeuge
Nähere Details zum Status der o.a. Veranstaltungen siehe unter den entsprechenden Punkten.
>> Weitere historische Fotos in der
Biildergalerie.
|